90 Jahre Bekennende Kirche in Krakow

Ein historischer Moment jährt sich zum 90. Mal: Am 25. März 1936 gründete sich die „Bekennende Ev.-luth. Johannis-Gemeinde Krakow am See“. Es war ein Akt des geistlichen Widerstands, getragen von Menschen, die nicht bereit waren, ihre Überzeugungen dem NS-Regime unterzuordnen.

Der Konflikt, der zur Spaltung führte, eskalierte um den damaligen Pastor Karl Brose. Als Anhänger der „Deutschen Christen“ versuchte er, die NS-Ideologie in die Kanzel zu tragen. Das Fundament des christlichen Glaubens geriet ins Wanken. Historische Aufzeichnungen von Gottlieb Buschke halten eine Gemeindeversammlung im Seehotel im Juli 1934 fest. Auf Buschkes Frage, ob wir einen Erlöser brauchen, antwortete Brose: „Ich brauche keinen. Ich werde ohne Erlöser selig. Wenn Sie es nicht schaffen, müssen wir annehmen, dass Sie ein Jude seien – und was wir mit den Juden machen, wissen Sie ja…“

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Das Altarbild unserer Stadtkirche von 1708 zeigt Christus, ausgestoßen von den Menschen, vor den Toren der Stadt. Diese Darstellung wurde Realität für die kleine Gruppe der Bekennenden Gemeinde. Karl Brose hatte Jesus – und jene, die an ihm festhielten – aus den vertrauten Räumen der Kirche hinausgestoßen.

Für die bekennende Gemeinde stand fest: Sie blieben lieber bei Jesus außerhalb der Kirche, als in der Kirche ohne ihn. Familie Buschke stellte der neuen Gemeinde ihr Wohnzimmer zur Verfügung. Auf den 18 Quadratmetern versammelten sich bis zu 40 Menschen.

Altar Kreuz

Eine besondere Rolle in der Bekennenden Gemeinde in Krakow spielte der Güstrower Unternehmer Fritz Dettmann. Er war 1933 nach Krakow gezogen und hatte dort ein Sägewerk eröffnet. Auch in den Räumen seiner Fabrik fanden Gottesdienste statt. Dettmann verlor später unter der DDR-Diktatur seine Existenz und floh, Gottlieb Buschke blieb und hinterließ ein Vermächtnis der Treue.

Zehn Jahre lang waren die Mitglieder der Bekennenden Kirche die Ausgestoßenen.Für uns heute ist es eine Mahnung, dass die Kirche nicht aus Steinen besteht, sondern aus Menschen, die bereit sind, aus Liebe zu Jesus „vor die Tore“ der Stadt zu gehen. Die Worte aus dem Hebräerbrief, die für sie damals so lebendig wurden, klingen heute noch nach:

„Lasst uns zu ihm hinausgehen und die Verachtung mittragen, die ihn getroffen hat.“ (Hebräer 13,13).

Gottesdienste und Veranstaltungen in der Advents- und Weihnachtszeit

Gottesdienste in der Adventszeit

30.11.2025 um 10:30 Uhr in der beheizten Winterkirche Krakow am See
07.12.2025 um 10:30 Uhr Posaunengottesdienst in der unbeheizten Kirche Krakow am See
14.12.2025 um 10:30 Uhr in der beheizten Winterkirche Krakow am See

Besondere Veranstaltungen in der Adventszeit

20.12.2025 Kaffee und Kuchen in der Winterkirche im Rahmen des Weihnachtsmarktes
21.12.2025 um 17:00 Uhr Krippenspiel in der unbeheizten Kirche Krakow am See

Gottesdienste an Heiligabend

14:00 Uhr in Dobbin mit Krippenspiel
15:00 Uhr in Alt Sammit
15:00 Uhr in Karow
16:00 Uhr in Linstow
17:00 Uhr in Krakow am See

Veränderungen

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Gottesdienste finden normalerweise 10:30 in der Krakower Kirche statt, dazu auch in der Linstower Kirche.
Termine, Zeiten, besondere Veranstaltungen können Sie den Aushängen und dem Krakower Seenkurier entnehmen.

Vertretungspastor ist derzeit Jonas Görlich aus Lohmen; lohmen@elkm.de und 038458 20460.

Informationen können Sie erfragen per E-Mail über kontakt@kirche-krakow.de.

„Schick uns dein Lied!“

Lieblingslieder fürs neue evangelische Gesangbuch gesucht

Das evangelische Gesangbuch wird neu herausgegeben. Dafür werden Lieblingslieder gesucht, die sich unbedingt wieder darin finden sollen.

Rostock/Stralsund/Hannover (cme/skü). „Lobe den Herrn“ oder „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“? „Anker in der Zeit“ oder „Von guten Mächten“? Welches Lied singen Sie am liebsten im Gottesdienst? Was ist Ihr persönlicher Hit? Die am Sonntag Kantate (2. Mai) gestartete bundesweite Kampagne „Schick uns dein Lied!“ ruft dazu auf, ab sofort die persönlichen Top5-Lieder für das neue Evangelische Gesangbuch zu nominieren.

Mit der Kampagne gibt die EKD-Gesangbuchkommission den Startschuss für den Prozess der Neugestaltung des Gesangbuchs für die evangelischen Kirchen in Deutschland, das zunächst in digitaler, dann in gedruckter Form sowie als App bis 2030 erscheinen soll. Auf digitalen Kanälen sollen künftig sogar Hintergrundinformationen und weitere Materialien zu den Liedern abrufbar sein.

„Schicken Sie uns Ihre Lieblingshits und zwar von Platz 1 bis 5. Also genau die Songs, die auf jeden Fall im neuen Gesangbuch stehen müssen. Die Leitungen auf der Webseite www.ekd.de/top5 sind freigeschaltet. Dort können alle Interessierten drei Monate lang ihre Vorschläge eintragen“, rufen Susanne Hasselhoff und Marie Hohlbein vom Projekt „Evangelisches Gesangbuch“ auf. Aus den Vorschlägen entsteht eine Hitliste, die bereits Ende des Jahres in die App „Cantico“ einfließen soll.


Das evangelische Gesangbuch (EG) ist das aktuelle Gesangbuch der deutschsprachigen Evangelischen Gemeinden in Deutschland, Elsass-Lothringen, Österreich und Luxemburg. Die derzeitige Auflage, für die es zum Beispiel eine gemeinsame Ausgabe für die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern gibt, stammt aus den 1990er-Jahren. Doch es hat sich viel verändert: neue Liturgien und Gottesdienstformate, eine Vielzahl an neuen Liedern und neue technische Möglichkeiten machen die neue Ausgabe notwendig.

Verschiedene Materialien, Texte und Bilder zur Kampagne stehen ebenfalls unter www.ekd.de/top5 zum Download bereit und können auch bei der Geschäftsstelle unter gesangbuch@ekd.de bestellt werden.

Nachfragen:
Susanne Hasselhoff & Marie Hohlbein
Projekt 4.01-04 „Evangelisches Gesangbuch“
T. +49(0)511 2796-8317
gesangbuch@ekd.de

Ostern

Der Sieg des Lebens über den Tod

Corona hat uns unsere Verletzlichkeit gezeigt, als Einzelperson und als Gesellschaft. Jesus hat das Leben nach dem Tod gezeigt und uns den Weg dorthin frei gemacht.

Jesus hat sich vom Tod und den todbringenden Kräften nicht aufhalten lassen, sondern ist hindurch gegangen. Damals waren es die Geißelung, die Dornenkrone, die Kreuzigung, Essig und Galle als Getränk, Atemnot, Wunden an Händen und Füßen, ein Stich ins Herz, …  – ein Felsengrab mit einem schweren, versiegelten Rollstein vor der kleinen Tür, Leichentücher, Wachsoldaten, …

Und doch ist er am dritten Tag auferstanden und ist seinen Jüngern begegnet, nicht nur den Zwölfen, sondern vielen, über 500, Männern und Frauen. Viele wurden dann erst zu Nachfolgern, weil es sie überzeugt hat. Genauer: Weil ER sie überzeugt hat. Sie haben erkannt: Das Leben, das im Grab endet, ist nicht das Letzte. Es geht weiter. Das bessere Leben kommt erst noch.

Zu Corona und den Gegenmaßnahmen mag man stehen, wie man will. Klar ist: Es gibt reichlich Infektionen und schwere Verläufe, es gibt auch schwere Kollateralschäden in der Wirtschaft und viel Verunsicherung und Fragen nach der Wahrheit. Was hilft? Was schützt? Was ist die Wahrheit? Was sagen die Zahlen? Welche Zahlen sind richtig? Wer hilft uns? Wer oder was rettet uns?

Ich würde Ihnen gerne sagen: „Es wird alles gut.“ Ich würde Ihnen auch gerne sagen: „Jesus bringt uns da durch.“ „Der liebe Gott passt auf uns auf.“ „Die Kranken werden alle wieder gesund.“ „Die Gesunden werden nicht krank.“ „Die wirtschaftlichen Schäden holen wir alle wieder auf.“ „Hinterher geht alles so weiter wie vorher oder wird noch besser.“ … Leider kann ich Ihnen keine dieser Versprechungen machen. Gott verspricht uns leider nirgends ein leidfreies Leben im Wohlstand.

Jesus macht uns andere Zusagen:

„Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“

Matthäus 24,35

Johannes schreibt:

„Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“

1. Johannes 2,17

Da wird also schon ein Ausweg angezeigt. Und Jesus verspricht denen, die ihm ihr Leben anvertrauen

…und ihr sollt auch leben.

Joahannes 14,19