Archiv für den Monat: Juli 2020

COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Die Pandemie hat uns kräftig durcheinandergebracht. Die Regelungen ändern sich immer wieder. Auch eine zweite oder dritte Infektionswelle ist nicht ausgeschlossen. Als Kirchengemeinde müssen wir da versuchen, einen guten Weg zu finden. Dabei stoßen Interessen und Einsichten und Informationen aufeinander, die nicht immer miteinander zu vereinbaren sind und nicht jedem gerecht werden können. Wir bitten sie, in ihrem eigenen Interesse auf sich und ihr Umfeld zu achten und die Schutzmaßnahmen zu beachten um mögliche Infektionen, auch anderer, zu vermeiden.

Vergessen sie bitte bei aller Angst vor der Pandemie nicht, dass es auch andere Todesursachen gibt und dass auf die, die zu Jesus gehören, eine Einladung zum himmlischen Festmahl in der Ewigkeit wartet. Und behalten sie bitte auch die Größenordnungen im Auge. Durchschnittlich 77 Corona-Tote pro Tag in diesem Frühjahr in Deutschland ist sicher eine erschreckend große Zahl. Im Durchschnitt sterben aber in Deutschland täglich über 2.700 Menschen an den verschiedensten Ursachen. Durchschnittlich 1.000 Kinder werden in Deutschland pro Tag abgetrieben. Und etwa 24.000 Menschen sterben weltweit täglich laut Brot für die Welt an Hunger und Mangelernährung.

„Wir leben nicht dem Tod entgegen, sondern wir sterben dem Leben entgegen.“

Stephan Zeibig, in einer Predigt in der Coronazeit

Nicht nur in eigener Sache

In den letzten 2 Jahren bin ich mehrmals wegen Krankheit ausgefallen. Das zeigt mir, dass es so nicht weiter gehen kann. Eine Krankheit ist ja nichts, was man sich aussucht; aber etwas, was man manchmal befördern oder verhindern kann.

Die Anforderungen an die Gemeindeleitung haben in den letzten Jahren sehr zugenommen. Die Ansprüche und Erwartungen an die Veranstaltungen haben auch zugenommen. Gleichzeitig ist die Zahl der Pastoren und Mitarbeiter in der Region zurückgegangen und auch die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer ist stark zurückgegangen, vor allem dadurch, dass sie alt geworden sind und wenige nachgerückt sind. Denk- und Verhaltensmuster haben sich geändert. Aber auch die geistlichen und ideologischen Auseinandersetzungen haben zugenommen.

Zusammengefasst: Wir haben ein zu großes und zu altes und zu träges Schiff und eine zu kleine Mannschaft um in einer schnelllebigen und sich ständig wandelnden Umwelt das Wort Gottes zeitgemäß an die Menschen um uns herum übermitteln zu können.

Daraus ergeben sich drei wesentliche Fragen:

  1. Was können und müssen wir reduzieren?
  2. Was muss neu werden?
  3. Wer macht noch zusätzlich mit, auch wenn er/sie bisher nicht mitgearbeitet haben?

Diese Fragen werden uns in den nächsten Monaten und Jahren im KGR verstärkt beschäftigen. Wir wollen versuchen, manches in neue Richtungen zu bringen. Haben Sie Lust, mitzumachen? Haben Sie Interesse, die Gottesdienste mitzugestalten? Haben Sie Freude, ihre musikalischen Möglichkeiten einzubringen? Haben Sie Ideen, den KGR oder Ausschüsse zu unterstützen? Haben Sie Geschick, mit ihren handwerklichen Möglichkeiten die Gebäude zu erhalten oder die Friedhöfe zu verschönern? Haben Sie Freude, die Gebäude für die Veranstaltungen vorzubereiten und zu schmücken? Haben sie Lust, am Gemeindebrief mit zu schreiben oder ihn zu verteilen? Bitte melden Sie sich, wenn sie entdeckt haben, wozu Gott sie gebrauchen will.

Christoph Reeps

„Ich glaube an Christus, so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehen kann.“

C. S. Lewis